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(Foto: Fritz Kirchmeier)
Am 5. März zum 67. Jahrestag haben Partner des Projektes "Kinder vom Kamper See" am Flugzeughangar in Rogowo mit einer öffentlichen Gedenkstunde an die Tragödie erinnert.
Das schreckliche Unglück geschah am 5.3.1945 als das überladene Flugboot vom Typ Dornier Do 24 mit 70 Kindern am Board in den Kamper See (Resko Przymorskie) stürzte - alle Insassen kamen ums Leben. Die Tragödie ereignete sich während einer Rettungsaktion als tausende deutsche Kinder, die sich an der Ostsee aufhielten, durch eine von der Wehrmacht errichtete Luftbrücke nach Rügen vor der anrückenden sowjetischen Armee gerettet werden sollten. In diesem Jahr konnte endlich die genaue Lage des Flugzeugwracks bestimmt werden. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, das Flugboot zu bergen und die Opfer würdig zu bestatten. Weitere Infos erhalten Sie auf der Internetseite des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V.
Presseerklärung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. vom 28.2.2012:
Erinnerung an die Kinder vom Kamper See
Gedenkstunde am 5. März 2012, 14 Uhr,
am Flugzeughangar in Rogowo/Polen
Gemeinsame Erinnerung von Polen und Deutschen an eine Tragödie, die sich vor 67 Jahren an der pommerschen Ostseeküste ereignete und der über 70 Kinder zum Opfer fielen – das ist das Ziel der Gedenkveranstaltung am 5. März in der kleinen polnischen Gemeinde Rogowo am Kamper See, heute Resko Przymorskie. Eingeladen hat die deutsch-polnische Projektgruppe „Kinder von Kamp“, die sich vergangenes Jahr auf Initiative des Bürgermeisters von Trzebiatow, früher Treptow an der Rega, zusammengefunden hat.
Anfang März 1945 versuchte die Seenotrettungsstaffel 81, tausende deutsche Kinder, die wegen des Bombenkrieges an die Ostsee evakuiert worden waren, vor den heranrückenden sowjetischen Truppen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurden Flugzeuge eingesetzt, die die Kinder vom damaligen Fliegerhorst in Kamp nach Westen brachten. Am 5. März stürzte eine der bedenklich überladenen Maschinen kurz nach dem Start in den Kamper See. Die Besatzung, die Betreuer und über 70 Kinder kamen ums Leben. Bis heute liegt das Wrack mit den Toten auf dem Grund des Sees.
Die Veranstaltung am 5. März in Rogowo ist nach 67 Jahren das erste öffentliche Gedenken an die Opfer dieser Tragödie. Sie beginnt um 14 Uhr im Flugzeughangar in Rogowo und endet mit einer ökumenischen Andacht und einer Kranzniederlegung am See. An der Veranstaltung wirken deutsche und polnische Geistliche, Repräsentanten der Woiwodschaft und die deutsche Generalkonsulin in Danzig, Annette Klein, mit. Für den Volksbund wird dessen stellvertretender Präsident, Professor Volker Hannemann, sprechen.
„Wo sonst, wenn nicht hier, und wie sonst, wenn nicht an einem solchen konkreten Schicksal, können Versöhnung und Mitmenschlichkeit besser praktiziert werden?“, fragt Bürgermeister Dr. Zdzisław Matusewicz, der sich gemeinsam mit den anderen Partnern der Projektgruppe für eine Bergung des Flugzeuges und eine würdige Bestattung der Toten einsetzt.
Erst vor wenigen Tagen wurde das Wrack exakt vermessen und dessen genaue Lage festgestellt. Das war nur dank einer Ad-hoc-Spende des Unternehmers Anton Häring aus Bubsheim in Baden-Württemberg möglich. Denn die Projektgruppe ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um ihr Ziel, die Bergung des Flugzeuges und die würdige Bestattung der Toten, zu erreichen.
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